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      Bei häuslicher Gewalt: Null Toleranz

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      Die Opferschutzgruppe (OSG) ist ein Zusammenschluss mehrerer Abteilungen am Klinikum Wels-Grieskirchen, welche primär Anzeichen von häuslicher Gewalt behandeln und deren Ursachen in vielen Fällen auch richtig interpretieren können. Eng kooperierende Mitglieder der Gruppe sind unter der Leitung der Klinischen Sozialen Arbeit Unfall-Versorgung, Akutaufnahme, Gynäkologie, Dermatologie, HNO und Klinische Psychologie. Alle arbeiten eng zusammen wenn Opfer von häuslicher Gewalt im Klinikum betreut werden sollen.

      Die Klinische Soziale Arbeit im Klinikum Wels-Grieskirchen ist nach der medizinischen Erstversorgung wichtige Ansprechpartnerin für Opfer häuslicher Gewalt. “Neben dem Aufbau einer aufmerksamen und vertrauensgewinnenden Gesprächsbasis werden betroffene Personen in ihren Erfahrungen anerkannt und wertgeschätzt”, erklärt Sozialarbeiterin Ingeborg Töltsch. “Eine parteiliche Haltung im Austausch unterstreicht die Stärken der Gewalterfahrenen und ermutigt sie, Vertrauen aufzubauen. Wichtig ist zu signalisieren, dass es für Gewalt keine Rechtfertigung gibt.” Einen großen Teil in der Beratung nimmt auch das Vermitteln von Opferschutzeinrichtungen und Eingehen auf Rechte und Bedürfnisse der Opfer ein. “Egal, wie sich die Betroffenen entscheiden – wir haben Respekt für ihren Entschluss.”

      Neben Schutz und Sicherheit von Opfern und Vermittlungen zu spezielen Opferschutzeinrichtungen bzw. eine opferzentrierte Versorgung ist auch die professionelle Dokumentation der Gewalterfahrungen eine wichtige Aufgabe der Opferschutzgruppe im Austausch mit den betroffenen Personen.

      Ingeborg Töltsch
      MA, MSM
      Klinische Soziale Arbeit

      Quelle: Klinikum Wels-Grieskirchen
      Bildhinweis: Klinikum Wels-Grieskirchen (Ingeborg Töltsch)