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      Jetzt Rauchstopp – Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2019

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      Rauchen tötet oder verkürzt zumindest die Lebensdauer erheblich. Österreich ist in Sachen Raucherstatistik einer der traurigen Spitzenreiter: Rund jeder Vierte raucht hierzulande täglich – damit reiht sich die Alpenrepublik hinter der Türkei, Griechenland und Ungarn ein – den einzigen Länder, wo es noch mehr erwachsene Raucher gibt. Heuer steht der Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2019 unter dem Motto „Tabakkonsum und Lungengesundheit“.

      Dass der Großteil der Lungenkrebstodesfälle mit dem Rauchen in Zusammenhang steht, ist unbestritten. Raucher leben im Schnitt um zehn Jahre kürzer als Nichtraucher. Aber nicht nur das, auch die Fälle mit lebensbedrohlicher COPD steigen stark an.

       

      „Unter chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, so die deutsche Bezeichnung für COPD (chronic obstructive pulmonary disease), versteht man verschiedene Krankheitsausprägungen, die mit einer Verengung (Obstruktion) der Atemwege und/oder einer nicht rückbildungsfähigen Überblähung der Lunge (Lungenemphysem) einhergehen. Bei COPD reagiert die Lunge mit überschießenden Entzündungsreaktionen, die zu einer irreversiblen Schädigung der Lungenstruktur und im Endeffekt zur Zerstörung der Lunge führen“, weiß Primar Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum und Fachgruppenvertreter für Lungenkrankheiten der Ärztekammer für Oberösterreich.

       

      Nicht zu unterschätzen: Passivrauch

      Schätzungen zufolge sterben in Österreich jährlich bis zu 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, obwohl viele von ihnen niemals selbst geraucht haben – der Passivrauch steckt dahinter.

       

      „Das Passivrauchen darf nicht unterschätzt werden denn es kann genauso wie aktives Rauchen zu Lungenkrebs, COPD oder Erkrankungen der Atemwege führen. Täglich sterben drei Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Wer weniger raucht, verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, das Frühgeburtsrisiko sinkt, um nur einige Punkte zu nennen“, mahnt Primar Priv.-Doz. Dr. Lamprecht.

       

      Endgültiges Aus für Rauchverbot in der Gastronomie

      Ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie wurde von vielen Experten als einzig wirksames Mittel genannt, um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, und dennoch blieb die mittlerweile abberufene Bundesregierung bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem eigentlich bereits für Mai 2018 vereinbarten kompletten Rauchverbot und ignoriert damit den Willen des Volkes. Auch das von der Ärztekammer für Oberösterreich unterstützte „Don’t smoke“-Volksbegehren hat bedauerlicherweise an dem Entschluss der Bundesregierung nichts mehr geändert, obwohl 881.692 Österreicher ihre Stimme abgegeben haben. „Es geht hier täglich um viele Menschenleben – Menschenleben, die durch sehr einfache, aber effektive Maßnahmen geschützt hätten werden können“, bedauert Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser die Entscheidung und unterstützt aber weiterhin den Ruf nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie.

       

      Unterstützung bei der Raucherentwöhnung

      Mit den vier A’s (Aufschieben, Ausweichen, Abhauen und Ablenken) können Raucher dem Griff zur ungesunden Zigarette entgehen. Bei Härtefällen kann auch Hypnose oder eine professionelle Raucherentwöhnung helfen.

      Quelle: Ärztekammer OÖ

      Bildhinweis: Shutterstock