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      Hightech-Lösungen für viele Hörschädigungen – Innovative Implantologie am Klinikum Wels-Grieskirchen

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      Hörverlust kann nicht nur altersbedingt auftreten: Ein bis zwei von 1.000 Neugeborenen werden pro Jahr mit einer Hörstörung geboren, für Österreich bedeutet dies ca.120 betroffene Säuglinge. Unter 10.000 Schulkindern treten vier bis elf schwere Formen einer Hörminderung auf. In vielen Fällen sind genetische Ursachen für den Gehörschaden verantwortlich, aber auch schwere Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten können Auslöser sein. Es gibt unterschiedliche Arten von Hörstörungen, die meisten von ihnen können heute gut behandelt werden. Am Klinikum Wels-Grieskirchen haben sich Thomas Keintzel und sein HNO-Experten-Team auf das Implantieren innovativster Hörhilfen spezialisiert – sowohl bei jungen als auch bei älteren Patienten.

      „Gutes Hören muss heute keine Frage des Alters sein“, sagt Thomas Keintzel, Leiter der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Funktionsverlust beim Hören kann heute mit gutem Erfolg durch Anpassung eines Hörgerätes ausgeglichen werden. Ist dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend, kann ein Cochlea- oder Mittelohrimplantat die Hörleistung in allen Altersklassen verbessern bzw. wiederherstellen.“

      Thomas Keintzel, Leiter der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am Klinikum Wels-Grieskirchen

      Hilfe für hörbeeinträchtigte Kinder

      „Einen Hörverlust frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln ist eine wesentliche Voraussetzung, um unseren kleinsten Patienten einen optimalen Start in ihr Leben zu ermöglichen“, erklärt Keintzel. „So können sich die Kleinen gut entwickeln und beginnen zu sprechen.“ In ganz Österreich wird flächendeckend ein Hörscreening bei allen Neugeborenen durchgeführt. Reicht bei Kindern mit höhergradig beeinträchtigtem Hörvermögen die Versorgung mit einem Hörgerät nicht aus, können sie am Klinikum Wels-Grieskirchen ab ca. zehn Monaten mit einem Cochlea-Implantat (CI)versorgt werden.

      Beste Voraussetzungen am Klinikum Wels-Grieskirchen

      Spezialist Keintzel hat seit 2004 über 800 CI-Implantationen durchgeführt. Seine hohen Erfahrungswerte geben ihm die Sicherheit, selbst Eingriffe bei komplexen Missbildungen des Innenohrs vorzunehmen. Dabei spielt auch die technische Ausstattung des Klinikums eine Rolle. Anatomische Vermessung, Navigation im Körper und Überprüfung der optimalen Implantatspositionierung unterstützen den Eingriff. „So ist präzises, möglichst schonendes Operieren möglich und es gelingt in den allermeisten Fällen, das vorhandene Resthörvermögen zu erhalten“, so der HNO-Primar. Der Implantationsschwerpunkt am Klinikum ermöglicht es vielen Patienten mit einer Hörstörung, wieder aktiv am Leben in Gesellschaft teilzunehmen. Knochenleitungsimplantate der neuesten Generation werden ebenso eingesetzt wie etwa das weltweit dünnste Cochlea-Implantat. Zum Erfolg des Implantationsprogramms zählten neben dem chirurgischen Know-how ganz wesentlich die Klinikum-Logopädie sowie eine gute Präimplantationsdiagnostik, die schon mit dem Hörscreening bei Neugeborenen beginnt. „Neben den optimalen Einstellungen des Sprachprozessors und den laufenden Kontrollterminen in der Nachbetreuung, trägt auch der persönliche Kontakt zum Menschen zum Erfolg unseres Implantationsprogramms bei.“

      Zahlreiche Vorteile für ältere Menschen

      Rund um das 60. Lebensjahr macht sich bei vielen Menschen eine Hörminderung bemerkbar. Der häufigste Grund dafür ist der natürliche Alterungsprozess gefolgt von Lärmbelastung. „Verstehen ältere Menschen zum Beispiel gesprochene Sprache trotz Hörgerät nur schwer, ist eine optimale Einstellung des Apparates durch einen Hörakustiker wichtig. Oft hilft auch ein Hörtraining. Sind die Betroffenen mit dem Ergebnis nicht zufrieden oder besteht eine sehr starke Reduktion des Hörvermögens, ist die Indikation für ein Implantat gegeben“, so der oberösterreichische CI-Spezialist. Dadurch kann die gesprochene Sprache wieder besser in Ruhe und bei Hintergrundlärm verstanden werden, die Patienten verbringen dadurch mehr Zeit in Gesellschaft und ihre Lebensqualität steigt. „Längere Phasen von starker Schwerhörigkeit oder Taubheit sollen unbedingt vermieden werden, da Sprachverstehen eine Hirnleistung und das Ohr lediglich der Vermittler ist. Ohne dieses Verstehen steigt das Risiko für soziale Isolation, Depression und kognitiven Abbau deutlich an.“

      Quelle: Klinikum Wels-Grieskirchen

      Bildhinweis: Klinikum Wels-Grieskirchen