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      5. WE.G.E.

      Jahreskonferenz 2014

      Am Mittwoch, 26.11.2014 fand im Festsaal des Klinikums Wels-Grieskirchen zum bereits fünften Mal die WE.G.E. 42 Jahreskonferenz statt. Unter der Moderation von WE.G.E. 42-Koordinator Maximilian Aichinger, MSc, stand neben den Vorträgen und Präsentationen aktueller Agenden auch der direkte Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt der Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Landesprojektteam NSM OÖ als Wissenskonferenz abgehalten wurde.

      Brücken überwinden, Versorgungslücken schließen und Informationen transparent bereitstellen: Vor fünf Jahren schlossen sich die VertreterInnen der Gesundheits- und Sozialeinrichtungen der Regionen Wels, Grieskirchen und Eferding zusammen. Und das mit Erfolg, wie man bei der fünften Jahreskonferenz sehen konnte. Der Bogen wurde dabei bewusst breit gespannt: So wurden nicht nur bereits umgesetzte Maßnahmen präsentiert, auch die Ergebnisse einer Online-Umfrage oder aber die Vorstellung neuer Projekte und Ideen fanden bei der WE.G.E. 42 Jahreskonferenz den richtigen Boden, um zu wachsen und sich zu vernetzen.

      Für alle Interessierten gibt es nachstehend die Vorträge zum Downloaden.

      Evaluierung: NSM im Regelbetrieb

      Mag. Anette Hummer  von der OÖ: Gebietskrankenkasse präsentierte die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten Evaluierungsstudie. Die Umfrage im Auftrag des NSM OÖ setzte sich u.a. mit folgenden Fragestellungen auseinander: “Wie wird die Arbeit und Zusammenarbeit der Bezirkskoordinationsteams erlebt” oder “Welche Veränderungen sind seit dem Bestehen der Bezirkskoordinationsteams in den Bezirken zu beobachten?”. Aber auch der Informationsfluss und mögliche Umsetzungsprobleme wurden durch die Online-Umfrage ans Licht gebracht. Die durchgehend positiven Ergebnisse sind ein klarer Auftrag zur Weiterarbeit und zeigen gleichzeitig Ansatzpunkte für die Weiterentwicklungs- und Verbesserungspotenziale auf.

      Angehörigenentlastungsdienst

      Im Anschluss gab  Christine Gruber  vom SHV Wels-Land Einblicke in das Modell des “Angehörigenentlastungsdienstes” (AED), der im August 2014 ins Leben gerufen wurde und bereits jetzt großen Zuspruch durch pflegende Angehörige erhält. Die zukunftsweisende Lösung für den Pflegealltag verfolgt als Ziele den möglichst langen Verbleib der Menschen in vertrauter Umgebung bei gleichzeitiger Entlastung der pflegenden Angehörigen.

      Schwerpunkte der Abteilung für Neurologie im Klinikum Wels-Grieskirchen

      Priv.-Doz. Dr. Raffi Topakian , Leiter der Abteilung für Neurologie im Klinikum Wels-Grieskirchen referierte in seinem Vortrag über die Schwerpunkte der Abteilung für Neurologie und die Erfolge der Stroke Unit bei der Behandlung von Schlaganfällen. Topakian betonte aber auch die Wichtigkeit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Fachabteilungen des Klinikums mit den niedergelassenen Ärzten, den umliegenden kooperierenden Spitälern sowie der Vor- und Nachsorge durch die Versorgungsstrukturen der Gesundheits- und Sozialeinrichtungen der Region.

      Projekt Gemeindekoordinatoren

      In Kooperation mit der Fakultät für Gesundheit und Soziales der FH OÖ hat der SHV Grieskirchen ein neues Projekt ins Leben gerufen: Die “Gemeindekoordinatoren”. Durch eine intensive Vernetzung von Gemeinde und SHV soll den BürgerInnen eine rasche und effiziente Hilfe in Notlagen ermöglicht werden. Die Projektentwicklung wird im Rahmen einer Masterarbeit wissenschaftlich begleitet, wie  Maria Gabriele Kerschhuber, MBA  vom SHV-Grieskirchen berichtet.

      Zweite Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Wels

      Spannendes hatte auch  Mag. Monika Geck , Leiterin der Alten- und Pflegeheime in der Stadt Wels zu berichten: Im Hinblick auf die steigende Anzahl der Demenzerkrankungen wurde nun der Beschluss zur Umsetzung einer zweiten Wohngemeinschaft für dementiell erkrankte Menschen erteilt. Die alternative Betreuung ermöglicht nicht nur die Integration in das gesellschaftliche und soziale Leben, die BewohnerInnen sind zudem eigenständige MieterInnen nach dem allgemeinen Mietrecht und unterzeichnen einen Betreuungsvertrag, der durch mobile Dienste erfüllt wird, ähnlich wie im privaten Haushalt. Wieviel Zukunftspotenzial diese Wohnform hat, zeigt die enorme Nachfrage bereits heute.

      Quartier Gartenstadt

      Ein weiteres Projekt der Stadt Wels ist das “Quartier Gartenstadt”. Auf 450m  2  haben die BewohnerInnen die Möglichkeit, Treffen, Beratungen und Veranstaltungen in Anspruch zu nehmen. Das Gemeinschaftszentrums will Menschen zusammen bringen und so ein harmonisches Miteinander schaffen, umreißt  Mag. Jaqueline Wimmer, MBA  die Projektziele.

      promente ELCO

      Abgerundete wurde die WE.G.E. 42 Jahreskonferenz mit einem Beitrag der Regionalleitung der pro mente OÖ. Unter dem Titel ” ELCO” bietet die Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit kostenloses Coaching und Beratung für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil an.

      “Es freut mich sehr, zu sehen, wie sich der Verbund WE.G.E. 42 über die Jahre entwickelt hat. Die Wichtigkeit eines lückenlosen Versorgungsnetzes für die Region ist nicht von der Hand zu weisen. Ich denke, dass wir durch unsere Zusammenarbeit in der Vergangenheit viel erreicht haben, aber in der Zukunft noch Vieles mehr erreichen können”, zeigt sich Koordinator Maximilian Aichinger, MSc zufrieden.

      Allein die Teilnehmer belegen den hohen Stellenwert der Veranstaltung für die Region. Neben dem Geschäftsführer des NSM OÖ, Dr. Robert Schütz , durften auch die Vertreter der ARGE WE.G.E. 42 begrüßt werden: Dr. Peter Koits, Bürgermeister der Stadt Wels, Mag. Christoph Schweitzer, MBA , Bezirkshauptmann Grieskirchen, Dr. Josef Gruber , Bezirkshauptmann Wels-Land, Dr. Michael Slapnicka , Bezirkshauptmann Eferding, Dr. Mag. Karin Rumpelsberger OÖGKK Resortdirektorin sowie die Gastgeber Sr. Franziska Buttinger und Mag. Dietbert Timmerer, beide Geschäftsführer des Klinikum Wels-Griekirchen. Darüber hinaus konnten Johann Stadelmayer, Bürgermeister von Eferding und Ferdinand Hanl, Direktor der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter OÖ begrüßt werden.

      Alles in allem sind sich die Mitglieder des WE.G.E. 42-Verbundes einig: Nur der laufende Austausch und die Zusammenarbeit ermöglichen ein engmaschiges Versorgungsnetz für die Bevölkerung der Region und damit beste Lebensqualität. Somit kann man sich bereits heute auf die 6. Jahreskonferenz 2015 freuen, denn eines ist sicher: Spannende und innovative Themen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich gibt es viele und die Region Wels-Grieskirchen-Eferding ist Spitzenreiter, diese auch erfolgreich in die Tat umzusetzen!